Rücksichtslos und rücksichtsvoll – Warum?

Liebe Leser,

Krankheiten. Das ist nie leicht, wenn man Krank ist. Es sind unterschiedliche Krankheiten, von Krankheiten, die nach Behandlung wieder gehen oder Krankheiten die Chronisch sind und einen ein Leben lang begleiten. Leider merkt man auch immer wieder, dass die Menschen einem Verurteilen, wenn man nicht ist wie sie. Wenn man durch Schicksal krank wird und man sich Körperlich verändert. Für die Menschen die Krank sind, sind das gleich Doppelte Schläge die einen Treffen. Der Kampf gegen die Krankheit und die Schmerzen, aber auch die Vorurteile der Menschen.

Ich selbst bin von beiden Betroffen und finde das nicht angenehm. Das andere Urteilen, die nicht einmal wissen warum das bei mir so ist. Das niemand überhaupt weiß, was der Auslöser war und warum das so gekommen ist, wie das jetzt ist. Man sieht nur das was das Auge zeigt. Doch wer hat das recht über andere zu Urteilen? In der Bibel findet man dazu was Passendes unter Johannes 8:7 „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“

Wer also kann den Stein werfen, der ohne Sünde ist? Niemand den jeder hat eine Sünde. Und wo steht geschrieben, das man aussehen muss, wie jemand das will? Also die das tun, sollten sich schämen, den diese haben vielleicht eine schlanke Figur, aber ihnen fehlt dafür dann Verständnis und das Mitgefühl. Also warum urteilen? Ich habe selbst viel Leid, Elend und Schicksalsschläge erleidet und habe darum auch viel mit der Gesundheit zu tun. Für mich ist das Gesundwerden nicht leicht und doch Kämpfe ich. Auch wenn das durch Menschen wie viele da draußen noch schwerer gemacht wird.

Krank sein bedeutet Belastung

Krank sein bedeutet eine Belastung. Gerade wenn das Chronisch ist oder gar immer schlimmer wird und es den Kranken Kraft kostet. Das sehen die Leute eben nicht. Für diese ist jeder Schritt normal. Normal gehen, Einkaufen gehen und den Tag ohne Schmerzen leben. Für uns Kranke ist das anders, und man möchte niemanden zeigen, wie es einen wirklich geht. Nur die engsten wissen und sehen das und können das nachvollziehen.

Die einen steigen normal in den Bus ein und aus, die anderen ist das ein Kampf, der viel Kraft und Überwindung kostet. Und dann kommen einfache Sachen dazu, die normal sind und den Kranken einfach viel Kraft kosten. Da gibt es eben auch Beispiele: “Man steigt in die U-Bahn ein, ist mit dem Rollator unterwegs und kann sich kaum halten. Doch nicht immer stehen die Leute auf, von den Plätzen, die für die Behinderten sind“. Warum? Weil sie einfach keine Lust haben und nur an sich denken. Ich selbst habe beide Seiten erlebt. Von Leuten, die sofort aufstehen und mir den Platz anbieten und mithelfen, aber auch von Leuten die stur sind und die man dann hochjagen muss. Ich selbst schaue auch, das andere ob mit Rollator oder Schwangere auch sitzen können, den ich weiß das man sich kaum halten kann, wenn die U-Bahn oder der Bus fährt.

Beim Einteigen haben wir erlebt das Kinder, die aus der Schule gekommen sind, einen den Rollator aus der Hand geschlagen haben, nur um einen Sitzplatz zu bekommen. Hätte jemand nicht geholfen und mein Mann nicht reagiert, wäre bestimmt ein Unfall gewesen. Und warum? Weil diese jungen Menschen nur an sich denken und an ihren Vorteil. Rücksicht wird nicht mehr genommen und die Schwachen müssen leiden. Doch, wie wäre es, wenn diese Leute nur für einen Tag mal krank wären und alles nicht mehr so ablaufen könnten, wie das früher war?

Krankheiten in jedem Alter

Egal wie alt man ist, es kann jedem Treffen.  Man muss nicht immer schuld sein, und leider sind Krankheiten immer unterschiedlich. Meistens ist das dann nicht nur schwer mit der Krankheit sich auseinander zu setzen, sondern die Familie und Freunde verändern sich. Meistens interessiert es die „Freunde“ nicht mehr, was der Kranke durchmacht und welchen Weg er gehen muss. Das auf einmal an bestimmten Tagen, wenn die Schmerzen so stark sind, mehr Ruhe oder gar Schlaf gebraucht wird. Das man nicht mehr auf die Piste kann oder man auch den Weg zurück ins Leben länger dauert und anders verläuft als man plante. Freunde sehen das nicht. Sehen den Kampf nicht, die Ärzte und Untersuchungen. Die Behandlungen und Krankenhausaufenthalte usw. Die denken acht dem geht es gut und der kann ja hier was schreiben oder da. Doch fragen die einmal nach, ob alles okay ist. Nein.

Aber es gibt zur Aufmunterung aus der Bibel texte die mir auch helfen „Der Himmlische Vater, kennt deine Situation ganz genau. Und vor allem liegt ihm sehr viel an dir“ findet ihr unter 1. Petrus 5:7. Oder „Außerdem hat Gott, der alles gemacht hat, fest versprochen, bald alle Krankheiten zu heilen!“ unter Jesaja 33:24 und Offenbarung 21:1-4 nach. Vielleicht hilft euch das auch, den Glauben nicht zu verlieren und Hoffnung zu haben. Mir gibt es immer Kraft, besonders an Tagen, an denen es mir nicht gut geht. Man darf nicht aufgeben, nicht traurig sein und schauen das man nicht Depressiv wird, dann kann man auch die schweren Tage hinbekommen.

Kleine Ziele sind wichtig, man sollte nur schauen das man sich kleine Ziele setzen und nicht zu große. Realistische Ziele sind wichtig, den diese kann man erreichen. „Daher laufe ich nicht, als hätte ich kein Ziel. Ich führe meine Schläge so, dass ich nicht in die Luft schlage“ von 1.Korinther 9:26. Ziele sind wichtig, die man sich setzt. Aber die müssen erreichbar sein und zu schaffen. Daher setze ich mir immer ein Ziel, das ich schaffe in kurzer Zeit. So habe ich ein Erlebnis und kann das nächste Ziel in Angriff nehmen. Lieber jede Stufe einzeln gehen, als wenn man dann eine ganze Treppe nimmt und es nicht schafft. Das entmutigt.

Und man muss sich mit seiner Krankheit abfinden. Ja hört sich schlimm an, aber ich finde schon das man das akzeptieren muss, damit man Kämpfen kann. Und man sollte nicht aufgeben. Denn die eigene Kraft, der eigene Mut und Kampfgeist ist das, was einen Hilft und bei Kampf unterstützt. Und Freunde und Familie sollten mit Kämpfen. Vor allem aber sollten alle einfach weiter Leben und das Leben genießen. Man darf auch nicht den Kranken immer wieder an die Krankheit erinnern. Schwer aber damit hilft man.

Rücksichtslos und rücksichtsvoll

GOTTES Volk ist eine große Familie — eine Familie, die sich durch Liebe auszeichnet (1 Joh. 4:16,21)

Du musst keine Heldentaten vollbringen, sondern kleinere Dinge wie liebe Worte, Aufmerksamkeiten und Gesten machen. Das sind die Dinge, die man braucht und geben sollte. Gehe freundlich und rücksichtvoll miteinander um, so tun wir nicht nur das was Gott sich wünscht, sondern bekommen auch das zurück was wir uns selbst wünschen. Nehmen wir uns ein Beispiel an Jesus und nehme Rücksicht auf andere.

Nehmt auf die Gefühle anderer Rücksicht und behandele alle mit Würde. Der Ehemann soll das bei seiner Frau so machen. Aber im Grunde sollte jeder Mensch das machen. Gefühle sind in Ordnung, eine andere Meinung aber auch. Aber man muss eben auch akzeptieren, wenn andere eine andere Meinung haben. Aber gehe mit offenen Augen durchs Leben. Schaue nicht weg, wenn jemand deine Hilfe braucht. Nehme Rücksicht, wenn jemand einen Sitzplatz braucht. Oder jemand nicht so schnell gehen oder Aussteigen kann, wie du. Es gibt immer Gründe warum das so ist. Nehme einfach Rücksicht, es kann auch mal sein das DU krank wirst und es nicht schnell geht.

Wie denkt ihr über das Tema Rücksichtnahme? Nehmt ihr Rücksicht oder denkt ihr nur an euch? Wir sind gespannt auf eure Meinung und freuen uns auf eure Kommentare.

Bis dahin eine schöne Woche und bleibt gesund.

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