WochenendRückblick Norddeutsche Goere

Das Leben kann so schnell vorbei sein

Ich hatte mir das Jahr eigentlich anders vorgestellt und nun von einer Minute auf die andere ist mein ganzes Leben auf dem Kopf gestellt und muss sich um 100% ändern. Ich bin jetzt seit ein paar Tagen aus dem Krankenhaus. Herzinfarkt, keine leichte Sache und ich habe jetzt kein „normales“ Leben mehr. Ich muss jetzt viele Termine wahrnehmen, viel verschiedene Ärzte und was am schlimmsten ist, ich darf kaum was machen. Es geht auch einfach nicht. Ich fühle mich Körperlich wie jemand mit 100 Jahre, der Kopf ist aber Fit und will alles machen. Meine Mutter nimmt mir fast alles ab und ich hoffe dass es sich vom Tag zu Tag langsam bessert. Ich fühle mich so Hilflos, traurig und auch leicht verzweifelt dass es nie wieder besser wird. Wünsche Euch aber eine schöne neue Woche!

[Wetter] mir war das zu warm, es ging nur früh morgen uns spät am Abend für mich.
[Gemacht] nichts, ich kann leider nichts machen.
[Bewegt] nur wenig, schlimm wenn man einfach nicht so kann wie man möchte.
[Gehört] das Finale von DSDS bis ich eingeschlafen bin.
[Gelesen] nein.
[Gesehen] das es immer grüner wird an den Bäumen.
[Getrunken] nur Tee und Selters.
[Gegessen] nicht viel, viel Gemüse und Joghurt.
[Gedacht] das ich niemand diese Schmerzen vom Herzinfarkt wünsche.
[Gefreut] das ich wieder zu Hause bin.
[Geärgert] nein, möchte ich auch nicht mehr.
[Gelernt] das es kleine Punkte sind, die mir wichtig sind.
[Gekauft] nichts, meine Mutter musste für mich einkaufen.
[Dankbarkeit] Das ich noch Lebe.
[Spirituelles] Nichts.
[Und sonst so?] Hoffe ich das es vom Tag zu Tag besser wird.
[Ausblick auf die nächste Woche] Tausende von Termine und Erledigungen.

4 thoughts on “Das Leben kann so schnell vorbei sein

  1. Hallo Julia,
    das ist ja furchtbar mit dem Infarkt! Es wundert mich, dass du schon wieder zu Hause bist. Mein Vater hatte mit Anfang 50 einen Infarkt und lag wochenlang im KH und kam dann noch 6 Wochen zur Reha. Diese war Gold wert, denn man hat ihn dort zur kompletten Lebensumstellung angeleitet, also was Ernährung, Bewegung etc. angeht. Seitdem hat er seinen Lebensstil auch komplett geändert und meine Mama damals gleich mit. Es hat allen sehr gut getan. Er hatte Dank Herzsportgruppe enorm an Gewicht verloren und wurde wieder richtig fit. Noch vor wenigen Jahren ging er zweimal pro Woche dort zum Sport, spielte Handball und Volleyball, war Skifahren und schwimmen. Heute ist es 91 Jahre alt und ist nun nicht mehr fit genug für sowas, was aber auch normal ist und wenig mit dem damaligen Infarkt zu tun hat.
    Ich schreibe dir das, weil ich miterlebt habe, wie sich ein Mensch wieder vollkommen erholen kann nach einem Infakrt und aktiver ist als vorher. Glaub an dich, und wenn irgend möglich gehe zur Reha udn befolge die dortigen Tipps.
    LG und alles Gute
    Iris

    1. Die Ärzte waren auch nicht so Glücklich das ich Heim bin. Nun habe ich natürlich viele Termine bei Ärzten, einstellungen usw. Ich fühle mich immer noch Hilflos und muss so viel Hilfe von anderen annehmen was mir noch schwer fällt. Es muss jetzt alles geändert werden, nicht einfach aber ich möchte das unbedingt und vor allem nie wieder erleben :(

  2. Ohje!

    Dann bin ich in erster Linie mal froh, dass du am Leben bist und auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass du es schaffst, wieder so richtig ins Leben zurück zu finden.

    Und vielleicht kannst du dieser schlimmen Erfahrung sogar irgendwann mal etwas Positives abgewinnen…

    1. Ich hoffe es, aktuell nagt das an meiner Seele. Vor allem das ich fast immer Hilfe holen muss und ich nicht viel selber machen kann. Aktuell ist nichts so wie es mal im Leben war.

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